Bewusstsein schafft Frieden. Dr. Daniele Ganser im Gespräch.

2016 ist das Jahr des Affen.
Ein Jahr, in dem alles passieren kann. Glaubt man dem chinesischen Horoskop, dann schenkt uns der Affe die Fähigkeit, unkonventionelle, friedliche Lösungen für alte Probleme zu finden. Blicken wir derzeit auf unsere Welt, sollten wir dieses „Geschenk“ undbedingt in unseren Alltag integrieren.
Warum schreibe ich diesen Blog? Mein Ziel ist es, die Kraft des menschlichen Bewusstseins gesellschaftlich salonfähig zu machen. Jeder soll von dieser Kraft profitieren, die zu Unrecht oft als esoterische Spinnerei abgetan wird. Ich selbst habe drei Kinder und es wird mir Angst und Bange, wenn ich sehe, in was für eine Welt ich sie entlasse. Auch ich habe mich jahrelang zurückgelehnt und gedacht, irgendwie wird es sich schon „zurechtruckeln“. Ich habe verdrängt, habe konsumiert, um mich besser zu fühlen, habe Kredite bedient, habe gedacht, so ist es wohl, das Leben. Aber so ist es eben nicht und vor allem: so sollte es nicht sein. Wir könnten anders, wenn wir es nur wollten. Natürlich ist das auf den ersten Blick unbequem und der innere Schweinehund schreit: „STOPP“.

Der Liedermacher Konstantin Wecker hat es einmal so schön in einem Lied gefragt: „Ist das Böse eigentlich immer nur außerhalb von uns selbst?“ Das Böse steht in diesem Fall für Dinge, die wir schon lange nicht mehr als böse empfinden. Wir zerstören permanent unsere Umwelt, wir führen zweifelhafte Kriege im Namen des Friedens (Peacekeeping Operations), wir lassen es zu, dass Menschen ausgebeutet werden, damit wir unseren Lebensstandard halten können. Ist es nicht verrückt, dass für jeden von uns weltweit 65 Sklaven arbeiten? Auf der Seite slaveryfootprint.org kann man dieses jederzeit überprüfen. Ist uns das eigentlich bewusst? Ehrlich, mir war es so nicht bewusst, aber in mir machte sich ein Gefühl breit, dass etwas nicht stimmen kann auf dieser Welt. Ich habe damit begonnen, diesem Gefühl zu folgen und bin dabei auf Erkenntnisse gestoßen, die mich zunächst in meinen Grundfesten erschüttert haben. Ich will eines mit diesem Blog auf gar keinen Fall: Angst verbreiten. Davon haben wir mehr als genug. Doch das erste Gefühl war auch bei mir Angst und es ist wahrscheinlich ganz normal, denn Angst ist eine natürliche menschliche Reaktion auf Veränderung. Und eine Veränderung ist aus meiner Sicht dringend notwendig, damit wir zu einer fairen, friedlichen, emphatischen Gesellschaft zurückkehren können.

Mein Ziel und das Ziel der meisten Menschen, die ich kenne, ist Frieden.  Es macht mich fassungslos, wenn ich täglich in den Medien sehe, wie wir gegeneinander aufgehetzt werden, einfach nur um Kriege und Wettrüsten zu rechtfertigen. Was soll die aktuelle Auseinandersetzung der Nato mit Russland? Habe ich persönlich Streit mit den Russen? Will ich als Bürger einen neuen kalten Krieg, von einem heißen Krieg mal ganz zu schweigen? Klar ist Putin ein fragwürdiger Machtmensch aber ist es Obama nicht auch? Nein, ich bin kein Putin-Versteher aber eben auch kein Obama-Versteher. Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, nicht oben und nicht unten, ich versuche einfach nur, mir ein eigenes Bild zu machen, immer unter dem Aspekt des Friedens. Die Russen und Amerikaner, die ich kenne, sind zu gleichen Teilen gute, freundliche Menschen. Was also soll das alles? Bin ich wirklich zu naiv, um diese Spielchen zu verstehen? Oder ist es am Ende nicht doch nur der Kampf einer kleinen Machtelite, um die Rüstungsindustrie zu immer höhren Gewinnen zu führen? Bin ich jetzt schon ein Verschwörungstheoretiker, weil ich mir diese Gedanken mache?

Ich bin Mitte 40, Comedian, und könnte auch einfach meine Klappe halten. Aber ich befürchte, dass wir dann am Ende alle gemeinsam eine Rechnung zu zahlen haben, die uns in den Abgrund stürzt. Auch bei mir war es ein langer Prozess bis zu diesem Punkt. Mit Mitte 30 habe ich den Kapitalismus mit Händen und Füßen verteidigt. Die Diabeteserkrankung meines mittleren Sohnes im Jahr 2010 hat mir die Augen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben geöffnet. Sie war der Auslöser für diesen Prozess, in dem ich mich seit nunmehr 6 Jahren befinde.

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Eines noch ist mir sehr wichtig: ich hege keine politischen Absichten, mein einziges Ziel ist es, Bewusstsein für Frieden zu schaffen. Daher freue ich mich auch sehr, dass mein erster Videogast Dr. Daniele Ganser ist, Schweizer Historiker und Friedensforscher, mit dem ich in meiner Heimatstadt Hamburg ein besonderes Interview über die Verrücktheit der Welt und die Kraft von menschlichem Bewusstsein führen konnte. Dr. Daniele Ganser ist Experte in den Bereichen Geheimarmeen und Terrorismus, darüber hinaus hält er unseren Mainstream-Medien regelmässig den Spiegel vor. Seine Vorträge, die er besonders an die junge Zielgruppe der 15 bis 25-jährigen richtet, sind im Internet und auf der Bühne Bestseller.

Kurzum: ich möchte mit diesem Blog zu einem friedlichen Prozess in eine bessere Welt beitragen, möchte hier Menschen ein Forum geben, die anders denken als der Mainstream, ohne dass dabei alles was sie sagen und schreiben meiner Meinung entsprechen muss. Ich freue mich auf eine friedliche Kommunikation mit Euch.

Jens Lehrich

24 Gedanken zu “Bewusstsein schafft Frieden. Dr. Daniele Ganser im Gespräch.

  1. Dieses Interview ist wirklich besonders gut gelungen. Vielen Dank dafür und mehr von dieser hohen Qualität! Ich bin ein großer Fan von Dr. Daniele Ganser, habe ihn im April in Hamburg beim Vortrag im Rudolf-Steiner-Haus erleben dürfen.

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