2 Gedanken zu “Bewusstsein schafft Angstfreiheit

  1. Vielen Dank für dieses wunderbare Interview.

    Herr Thoma beschreibt Geld schon richtig, indem er es „wertfrei“ als eine Art Flussmittel erläutert. So war es vielleicht auch mal gedacht. Er bemerkt aber auch richtig, dass es die Möglichkeiten für den ganzen Unsinn und das ganze Fehlverhalten erst schafft. Und ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass wir es schaffen werden die passenden Regeln einzuführen, damit das Ganze mit dem Geld irgendwann mal sinnvoll funktioniert. Die meisten Dinge funktionieren eh besser, wenn die Menschen verstehen, dass sie selbst für Ihr Handeln verantwortlich sind.

    Durch unseren Materialismus entfernen wir uns zusätzlich immer mehr von dem Grundsatz, dass wir Teil dieser Natur sind. Und am Ende werden wir sowieso sterben…
    Wozu also dieses ganze Jeder-Gegen-Jeden???

    Ich möchte zum Interview noch etwas anmerken…
    Sie beschreiben, dass der sog. Konsument sehr große Macht inne hat.
    Nicht jedem Konsument ist es jedoch möglich, seine Möbel beim Tischler um die Ecke zu kaufen oder die mit angemessenem Aufwand produzierten und damit teureren Lebensmittel zu kaufen. Denn an dieser Stelle kommt die Abhängigkeit zum Geld wieder stark ins Spiel. Jeder kämpft gegen den permanenten Abfluss/Verlust des Geldes. Und genau dieser Kampf hat dazu geführt, dass die Menschen ständig versucht sind den nächsten Schnapp zu machen und im „besten“ Fall „Reichtum“ anzuhäufen.

    Der Grund dazu ist meiner Ansicht nach Angst! Die Angst vor dem Verlust der Wohnung, oder dem Ansehen oder oder oder

    Und hier schließt sich der Kreis zu unserem Schulsystem, welches diese Angst vor dem Versagen von Anfang an schürt und den verdrängenden Konkurrenzgedanken in den Vordergrund rückt.

    Ich teile die Ansichten von Herrn Thoma sehr, denn er stellt die Verbindung zum Teilen innerhalb der Natur her. Heute wären wir an dem Punkt, um uns von der verdrängenden Konkurrenz im Kampf um das Tauschmittel zu verabschieden. Wir haben uns so weit hinkonkurriert, dass wir es heute schaffen würden, alle mit den wichtigsten Dingen zu versorgen. Für mich kann die Kooperation jedoch nur funktionieren, wenn wir uns vom Geld und damit vom Tausch verabschieden. Denn, wie oben schon erwähnt, sind die meisten Dingen einfach nur möglich, weil wir unser ganzes Vertrauen in Geld geben anstatt in die Menschen.

    Hier möchte ich die Brücke zu den Medien schlagen, die uns permanent das Gefühl vermitteln, dass die Welt nur noch voll von bösartigen nicht vertrauenswürdigen Menschen ist. Das ist allerdings nicht so, denn von den 99,9% der Fälle in den Menschen gut miteinander umgehen, wird nunmal nicht täglich berichtet.

    Daher mein Kompliment an Ihren Blog und Ihre Arbeit Herr Lehrich, da sie eben versuchen, genau diese Dinge hervorzuheben.

    Zurück zum Geld:
    Bisher konnte mir noch keiner der studierten eine plausible Antwort auf die simple Frage geben, die unserem Wirtschaften zugrunde liegt:

    „Warum MUSS man tauschen, nur weil man arbeitsteilig ist!“

    Wenn man mal verstanden hat, dass es bei der ganzen Geschichte im Prinzip nur um Vertrauen geht und wir uns dieses Urvertrauen in die Menschen auf unserem Lebensweg selbst aberziehen, dann kann man auch den Gedanken zulassen, dass wir nicht tauschen müssen, um etwas arbeitsteilig zu tun. Wie groß die Gemeinschaft ist, auf die wir vertrauen, spielt doch eigentlich keine Rolle. Wir könnten es mal mit allen versuchen.

    Entscheidend ist das Vertrauen darauf, dass jeder an irgendeiner Stelle mitmacht. Das Vertrauen dahinein, dass uns alle etwas antreibt.

    Und da sind wir wieder bei der Begeisterung des Lernens, die Sie beide so schön beschrieben haben. Wenn wir uns in unserer Entwicklung gegenseitig fördern würden, in den Dingen, die wir gerne machen möchten oder in denen wir gut sind, wenn wir also Wissen und Erfahrung teilen würden, so wir es von unseren Eltern und unserer Familie im Optimalfall vorgelebt bekommen, dann behaupte ich mal, wären wir tausendfach schneller an dem Punkt angekommen, an dem wir heute sind. Heute kann ich im Laufe meines Lebens nur mit ungaublichem Aufwand meine berufliche Ausrichtung ändern, denn eine weitere Ausbildung kostet erstmal Geld (wen auch immer). Dass wir in den Zeiten, in denen wir beruflich nicht mehr die Erfülllung finden immer unproduktiver werden, wird an dieser Stelle meist garnicht gesehen. Wir würden also einen Mehrwert schaffen, wenn wir die Menschen das tun lassen würden und es ihnen beibringen, was sie gerne machen oder wenn wir sie das machen lassen, worin sie einen Sinn sehen.

    Wichtig ist, dass wir diese Vorbilder und Vordenker, wie die hier sprechenden Herren Thoma und Lehrich selbst sein können. Das ist es, was sie meiner Ansicht nach vermitteln möchten.

    Jeder kann jeden Tag handeln.

    Also liebe Mitmenschen,
    schließt Euch zusammen und fangt an Euch gemeinsam zu engagieren. Legt Eure Fähigkeiten und Eure Mittel zusammen und wartet nicht darauf, dass Euch irgendjemand erst die Erlaubnis dazu erteilt. Der Schlüssel liegt in uns allen. Und es ist bereits alles da. Also fangen wir an, die Veränderung zu leben. Denn wir können jetzt dafür „bezahlen“ und dafür arbeiten dass unsere Kinder oder Kindeskinder vielleicht irgendwann nicht mehr bezahlen müssen und in Kooperation und vielleicht sportlicher Konkurrenz eine Zukunft gestalten, die unser wunderschönes Zu Hause wieder mit der Achtung behandelt, die es verdient.

    Von der Erde kommts, zur Erde gehts…

    Vielen Dank nochmals Herr Lehrich für das berührende und inspirierende Interview.

    Viele Grüße

    Jens S.

  2. Wunderbar, ermutigend, befreiend!
    Gestern hat mein Mann beim durchstreifen der Tiefen des Netzes Ihren Blog entdeckt.
    Ihre Gespräche mit Dr. Hüter und anschließend Dr. Ganser haben wir sofort an -gesehen.
    Heute das Gespräch mit Erwin Thoma. DANKE !
    Wahrheit und Liebe, der Schlüssel, all diesen Verbrechen, Scheußlichkeiten, Kriegen, Gier, Hass – etc. etwas entgegen zu setzen.
    Forschen -schauen – handeln – Einbruch in die Freiheit -Krishnamurti
    JETZT –

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