Warum Geld aus Sicht der Glücksforschung unwichtig ist!

Wenn wir Menschen wüssten, was uns wirklich glücklich macht, dann müssten wir unseren derzeitigen Lebensinhalt komplett neu definieren. Dann müssten wir endlich damit aufhören, Geld zu unserem zentralen Lebensmittelpunkt zu erheben. Denn die moderne Glücksforschung hat es lange belegt: nur 10 % unseres Glücksniveaus hängt von äußeren Umständen ab. Davon, ob wir arm oder reich, schön oder hässlich, erfolgreich oder erfolglos sind. Nur 10 % – auch ich musste diese Zahl im Buch „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ von Dr. Frank Berzbach mehrfach lesen, weil dass, was ich schon lange intuitiv vermutet hatte, plötzlich wissenschaftlich dokumentierte Realität wurde.
Sonja Lyobomirsky hat das herausgefunden, sie ist eine russisch-amerikanische Psychologieprofessorin, die seit mehr als 20 Jahren erforscht, was uns Menschen wirklich glücklich macht. Und sie kommt für alle Fans vom schnöden Mammon zu einem niederschmetternden Ergebnis:„Was wir über uns und die Welt denken, hat mehr Einfluss auf unser Glück oder Unglück als unsere tatsächlichen Lebensumstände.“ Verrückt oder? Das Geld nicht glücklich macht, ist ein altbekanntes Sprichwort aber so sagt es der Volksmund weiter: es beruhigt die Nerven, es lässt uns besser schlafen, es ermöglicht uns Freiheit.
Aber bevor wir es bekommen, sind wir in einem wirtschaftlichen System gefangen, das es ganz und gar nicht gut mit uns meint. Wieviel Freiheit muss man aufgeben, um am Ende durch Geld eine Freiheit zu erlangen, die nicht wirklich glücklich macht? Ich bin davon überzeugt, dass es sich lohnt über diese Frage ausgiebig nachzudenken. Wir müssen endlich wahrhaftiger werden und das derzeitige „glücksferne“ System in Frage zu stellen, ohne dabei dem System die Schuld an unserem oft so unerfüllten Leben zu geben.
Wir zusammen als Gesellschaft sind nämlich genau dieses System, jeder einzelne von uns und wenn wir es sind, dann können wir es auch ändern, in dem jeder einzelne von uns sich ändert: in dem wir unsere Prioritäten neu ordnen, in dem wir überprüfen, was uns wirklich wichtig ist und dieses dann mutig beginnen zu leben. In meinem Fall ist es das Klavier spielen, auch wenn ich es nicht wie ein Profi beherrsche, so gibt es mir genau diesen inneren Frieden, der so wichtig ist, um den äußeren Frieden zu stärken. Menschen, die dauerhaft ihren inneren Frieden gefunden haben, ziehen uns magisch an, weil einjeder den Wunsch nach diesem höchst beglückenden Zustand hat. Kein Mensch will Krieg, kein Mensch will dauerhaft in Hass oder Zorn leben. Aber der Irrtum viel Geld und großer wirtschaftlicher Erfolg seien der Sinn des Lebens, haben uns blind für das wirklich wichtige gemacht. Dafür, dass wir wahres Glück nur in uns selbst finden können. Wir selbst sind dafür mit unserer inneren Haltung zu 100 Prozent verantwortlich, erst wenn wir das verstanden haben, können wir aus allen noch so schwierigen Erfahrungen beglückende Erfahrungen machen.

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